Seit dem 1. September ist Tim Löhrs als Ausbildungskoordinator im Michaeliskloster tätig. Seine Aufgabe: Die kirchenmusikalische Ausbildung in unserer Landeskirche weiterentwickeln und zukunftsfähig machen.
Bislang wurde die Ausbildung eher getrennt in „klassische“ Kirchenmusik, Pop/Gospel und Bläserarbeit gedacht. Künftig sollen die Wege enger zusammengeführt, modular aufgebaut und besser miteinander vernetzt werden. So entsteht für Lernende ein flexibler und zugleich hochwertiger Ausbildungsweg – vom ersten Ton bis (im besten Fall) zum Studium. Es geht aber nicht nur um Unterricht, sondern u.a. auch um eine landeskirchenweite Werbestrategie für musikalische Aus- und Fortbildung.
Gerade im nebenberuflichen Bereich ist Nachwuchsförderung eine große Aufgabe. „Darum ist es entscheidend, Aus- und Fortbildung nicht nur zu sichern, sondern neu aufzustellen“, sagt Landeskirchenmusikdirektor Benjamin Dippel.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Bereich der Bläserarbeit. Viele Jungbläser:innen werden von Chorleiter:innen, Stellvertretungen oder anderen Mitgliedern ihres Chores ausgebildet – meist ehrenamtlich. „Dieses Engagement verdient große Anerkennung“, betont Landespastorin Andrea Mahlke. Ziel ist es, eine nachhaltige Ausbildungsinitiative zu entwickeln, die Freude macht und die Posaunenchöre stärkt.
Mit Tim Löhrs übernimmt ein erfahrener und gut vernetzter Kollege die neue Aufgabe. Die Stelle ist beim Landeskirchenmusikdirektor und beim Posaunenwerk angesiedelt – ein klares Zeichen für enge Zusammenarbeit. So wird ein wichtiger Schritt getan, die Vielfalt der Kirchenmusik zu sichern und ihre Zukunft zu gestalten.