Bericht Partnerarbeit mit Uganda

Nachricht 30. Juli 2026

Kirchenkreis Norden pflegt Uganda-Partnerschaft

Helmut Kirschstein

Bericht von Dr. Helmut Kirschstein

Seit 2010 pflegt der Kirchenkreis Norden die einzige Uganda-Partnerschaft der Hannoverschen Landeskirche, seit 2016 in offizieller Verbindung mit der Gossner Mission (Berlin). Im jährlichen Wechsel besuchen sich ugandische und deutsche Delegationen, die freundschaftlichen Beziehungen sind Basis eines vertrauensvollen Miteinanders. Und das wächst: Zahlreiche gemeinsame Projekte mit den beiden anglikanischen Diözesen von Gulu und Kitgum im Terror-verwüsteten Norden des Landes zielten auf Bildung (Unterstützung von Kindergärten und Schulen, Aufbau einer Berufsschule), Stärkung von Glaube und Hoffnung (Kirchbauten) und insbesondere Förderung von jungen Frauen (Teenage-Mütter nach Vergewaltigung und School-Dropout).

Jetzt wünschte sich die Diözese von Gulu Blasinstrumente, um an einer der Gossner-Partnerschulen ein Pilot-Projekt aufzubauen: Durch die Gründung einer "Drum and Marching Band" für Jugendliche sollen Kinder und junge Leute buchstäblich von der Straße geholt werden, um Ihnen einen Lebenssinn, persönliche Wertschätzung und gemeinschaftliche Perspektiven zu vermitteln. Sollte dies an der Gulu Prinary School gelingen, möchte man ein derartiges Projekt an zahlreichen weiteren kirchlichen Schulen im Norden Ugandas durchführen.

Lange vor Beginn der Begegnungsreise im Februar wandte sich Dr. Helmut Kirschstein, ehem. Norder Superintendent (und auch aktuell Vorsitzender des Norder Freundeskreises Uganda wie der Gossner Mission) an Landesposaunenwart Hayo Bunger - und seine Bitte um Unterstützung traf auf offene Ohren und weite Herzen: Die deutsche Delegation konnte - per Turkish Airlines kostenlos transportiert - insgesamt tatsächlich 28 Blasinstrumente in Gulu / Diocese of Northern Uganda überreichen (inkl. mehrerer vom Posaunenchor Norderney, einzelner Spenden und drei aus Berlin).

Und die ugandischen Partner haben auch gleich mit der Ausbildung begonnen. Wichtig war dann allerdings noch, dass das Material mit einer finanziellen Unterstützung von ca. 1.300 € ergänzt wurde, damit auch Trommeln, Pauken usw. hinzukommen konnten - es sollte ja eine Drum and Marching Band werden, nicht "nur" ein Posaunenchor. Der entsteht aber so oder so! Die Brüder und Schwestern in Uganda sind ihren deutschen Partnern - sind Ihnen als Mitglieder ostfriesischer Posaunenchöre! - sehr, sehr dankbar. Diesem Dank schließt sich der Freundeskreis wie die Gossner Mission herzlich an.

Und da es sich ja um ein Pilot-Projekt für die ganze Diözese handeln soll, dürfen wir miteinander davon ausgehen, dass viele weitere Instrumente benötigt werden...  

Gossner Mission - Uganda